(Foto: eigenes Archiv)

Wechseljahre und Kräuter

"Das Kraut kenn' ich", sagte der Teufel, und setzte sich in die Brennnesseln.


Ich möchte zunächst mit einigen ganz private Gedanken zur Wirkungsweise der von Homöopathie und Phytotherapie beginnen, die letztendlich an die Biophotonentheorie* aus meinem Buch "Der spirituelle Kräutergarten" anknüpft:  Wenn man die Quantenphysik mit der Phytotherapie, der Akupunktur oder der Homöopathie verbindet, dann ist das Ergebnis dieses Gedankenexperiments, dass letztendlich alles ein Austausch von Informationen ist: Und zwar zwischen unserer Umwelt und uns Menschen, speziell unseren Gehirnen. Wir bestehen aus Atomen (hier stehen Atome als der große Überbegriff von Teilchen aller Art. Das ist physikalisch nicht korrekt, vereinfacht aber die Sache zum besseren Verständnis), stehen mit Atomen im Austausch und zerfallen wieder in Atome.

Unsere materielle Welt ist letztendlich nur eine intensive Verdichtung von Informationen (Signale), die unser Gehirn zu Bildern verarbeitet, um das entstehen zu lassen, was unser Auge sieht bzw. sehen möchte!

Schon Erwin Schrödinger und Werner Heisenberg, aber auch Albert Einstein waren entweder überzeugt oder hatten eine Vorahnung davon, dass letztendlich die Welt, in der wir leben, nichts als Information ist. Vielleicht wird das einem klarer, wenn man bedenkt, wie wir mittlerweile die Welt in Bits und Bytes auseinander nehmen, verändern und dann wieder neu kombinieren. Wer sich auf diese Denkweise einlässt, der wird verstehen, warum Homöopathie genauso wirkt wie Akupunktur oder eben andere Naturheilverfahren. Denn hier passiert etwas ganz einfaches: Informationen werden schlichtweg erneuert. That’s it! Weil eben alles nur ein Informationsaustausch bis auf die kleinste Ebene von unglaublich kleinen Teilchen ist. Damit wird die Vorahnung mancher Quantenphysiker, dass unsere Welt nicht wirklich existiert, sondern sie nur in unserer Vorstellung gibt, sozusagen ganz „reell“.

Der Film „Matrix“ lässt grüssen.

 Denn die digitale Welt ist auf den Vormarsch. Das wird seine guten als auch seine schlechten Seiten haben. Ein bekannter Vertreter ist Raymond Kurzweil, und ob dieser Herr nur Pillen gegen die Unsterblichkeit verkaufen will oder nicht, er ist und bleibt Genie und Wahnsinn in einem. Die Quintessenz seiner  Welt bleibt: die Welt besteht aus Informationen und wir sind dabei, sie in diese zu zerlegen und neu zusammen zu setzen.

Ich schließe mein Gedankenexperiment und beginne, wie versprochen mit der praktischen Seite für die Beschwerden in den Wechseljahren.

Bevor ich anfange über Frauenheilpflanzen zu sprechen, möchte ich in paar Worte über die Planeten verlieren: Generell hat der Mensch versucht, seine Naturbeobachtungen zu ‚sortieren’, sie in ein Ordnungssystem einzuordnenden. Pflanzen, insbesondere Heilpflanzen gehören dazu. Wer sich mit dieser Einordnung näher beschäftigt, wird verwundert feststellen, dass die Pflanzenordnungen und die im Umkehrschluss sich daraus ergebene Indikation bis heute seine Richtigkeit hat.

Wir halten es wie Richard Feynmann und seinem „Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken“ (erschienen im englischen Original: „The Pleasure of Finding Things Out“), öffnen unseren Geist für neue Ansichten und innere Bilder und schauen die Planeten und ihre Beziehungen zu den Pflanzen einmal genauer an.

 *Biophotonik ist ein junger Forschungszweig, der davon ausgeht, dass Pflanzen, Obst und Gemüse eine sehr schwache Lichtstrahlung aussenden, die mit sehr empfindlichen Messgeräten gemessen werden kann. Die schwache Lichtstrahlung wird von sogenannten Biophotonen ausgesendet und zeigt im Grunde an, wie frisch unser Obst oder Gemüse ist. Es ist davon auszugehen, dass Obst und Gemüse, was wenig oder gar nicht gedüngt wird und Zeit hat zu wachsen, mehr Biophotone nachzuweisen hat. Diese "Lichtnahrung" wird beim Essen von uns aufgenommen und wirkt sich positiv auf unserere biochemischen Körperprozesse und damit auf unser allgemeines Wohlbefinden aus.

 

Die Entsprechungen der Planetenkräfte

Mond

Der Mond steht der Erde am nächsten und seine Kräfte werden auf die Erde weitergeleitet (vgl. hierzu die Kräfte von Ebbe und Flut).

Mondpflanzen können vor allem bei Menstruationsbeschwerden und sexuellen Problemen eingesetzt werden, genauso wie auch Venus, Mars und Merkurpflanzen.

Mondpflanzen sind glänzend, silbrig, wässrig, schleimig und schnell wachsend.

 

Merkur

Der Merkur kann man nur kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang beobachten. Vielleicht steht er deshalb für Grenzen setzen und für die schnelle Veränderung und den Austausch.

Merkurpflanzen werden in der Frauenheilkunde vor allem für Entzündungen und nervöse Störungen eingesetzt. Seine Pflanzensignatur findet sich beim Vorhandensein vieler oder dem schlanken oder gefiederten Blatt.

 

Venus

Die Venus ist der Planet, der der Erde am ähnlichsten ist.

Wenn man zeitig genug aufsteht, also noch bevor die Morgendämmerung einsetzt, kann man sie als unglaublich hellen und strahlenden Stern sehen.

Venus steht für Liebe, Freundschaft, Anziehungskraft und Sexualität. Daraus ergibt sich auch ihre Indikation für Frauen: Venenerkrankungen, Verlust der Lebenskraft, Nachlassen des Libido. Venenpflanzen haben rosa Blüten und wohlschmeckende essbare Früchte

 

Sonne

Den strahlenden Lichtpflanzen hat man Bewusstsein und Ichbewusstsein zugeordnet. Die Pflanzen erkennt man an ihrer goldgelben Farbe und suessen Geschmack. Sie wirken auf das Herz und die Lunge und sind deshalb besonders oft Lebenselixiere, die die Abwehr stärken und bei Depressionen eingesetzt werden.

 
Mars

Der rote Planet ist der Planet des Kampfes und des Krieges.

Seine zugeordneten Pflanzen können daher auflösen, zersetzen und reinigen.

Marspflanzen erkennt man an ihren stachligen, borstigen und dornigen Wesen, die natürlich, wie soll es anders sein, rote Früchte und Blüten haben.

Sie stärken unser Immunsystem und werden bei Menstruationsstörungen genauso wie bei Endometriose angewandt.

 

Jupiter

Das hellste Licht am Nachthimmel, nur Mars leuchtet gelegentlich heller, bringt Klarheit in unser Leben.

Es sind üppig wachsende Pflanzen mit einem stattlichen und edlen Aussehen.

Jupiterpflanzen werden der Leber und dem Bindegewebe zugeordnet und heilen deren Erkrankungen. Es sind aufrechte Pflanzen mit holzigem Charakter und essbaren Früchten.

 

Saturn

Saturnpflanzen stehen für Abgrenzung, Einschränkung, Selbstdisziplin, Ruhe. Er untersteht dem Alter und langsamen sowie chronischen Prozessen. Pflanzen mit einer Saturnsignatur wirken u.a. zusammenziehend, belebend, mineralisierend und beruhigend. Manche können auf das Bewusstsein wirken, weshalb sie als Rauschmittel eingesetzt werden (Alraune, Stechpalme, Hanf, Tollkirsche)

Saturnpflanzen in der Frauenheilkunde sind z.B. der Ackerschachtelhalm, das Hirtentäschelkraut und der Beinwell.

 

Die einzelnen Pflanzen

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die vorgestellten Pflanzen in der richtigen Mischung maximal die körperlichen Symptome abmildern können. Wer sich nicht ab und zu ins stille Kämmerlein setzt oder die Gedanken auf den Sofa liegend wandern lässt, um zu überlegen, wie der persönlichen Stress reduziert werden kann, dem nützen auf lange Sicht auch die Kräutchen nichts.

 

Ackerschachtelhalm

wird dem Planeten Saturn zu geordnet, das heißt, die Pflanze ist verholzend und mineralisierend. Sie gibt Struktur durch die Kieselsäure, kräftigt die Haut und die Schleimhäute, Binde und Stützgewebe, stillt Blutungen vor allem der Gebärmutter, aber auch allen anderen inneren Organen,

 

Baldrian

eine wunderbare und stolze Pflanze, dem Planeten Merkur, wegen seiner aufrechten Gestalt und Venus, wegen seines gefiederten Blätter zu geordnet. Im Klimakterium kann sie vor allem das Blut tonisieren, die Gebärmutter wärmen und entkrampfend bei Menstruationsproblemen wirken. Außerdem hilft es bei Verdauungsschwächen und natürlich bei Einschlafstörungen. Doch aufgepasst, Baldrian hilft leider nicht bei allen Einschlafstörungen. Im hohen Alter sollte man mit der Einnahme von Baldrian aufpassen, und es zu allgemeinen Stärkung der Lebenskraft morgens einnehmen.

 

Basilikum

Wer denkt bei Basilikum schon daran, sich einen Tee zu brauen? Doch sicherlich nicht, dann doch lieber eine leckere Pesto oder einen Insalata Caprese. Trotzdem, einen Tee sollte man trinken, bei Kopfschmerzen oder Kopfdruck, wenn man das Gefühl hat, dass der Kopf ganz schwer ist. Basilikum befreit von der Schwere und weckt die Lebensgeister. In der zweiten Hälfte des weiblichen Zyklus kann dieses feine und sensible Kraut helfen und den Durchbruch bringen, wenn die Frau das Gefühl hat, die Menstruation müsste bald einsetzen, aber sie kommt und kommt und kommt nicht. Doch bitte wohl dosieren, denn Basilikum wirkt durchblutungsfördernd und kann die Blutung verstärken.

Basilikum hat die Signatur von Jupiter und Mond.

 

Beifuss

Der Beifuss ist eine mächtige Frauenpflanze. Sie ist der Göttin Artemis (Diana) gewidmet, die in unseren Breitengraden sowohl für das Jugendhafte, als auch für das Mütterliche und die Weisheit steht. Der Beifuss trägt die Signaturen von Mond und Merkur und kann vor allem in der Zeit der Wandlungsjahre eingesetzt werden, um die Lust zu fördern, da sie für eine gute Beckendurchblutung sorgt und den Hormonhaushalt ausgleicht. Entzündungshemmend wirkt sie besonders bei chronischen Blasen- und Vaginalinfekten, Blasenschwäche, Beckenbodenschwäche und bei Endometriose.

 

Beinwell

Ach, meiner schöner Beinwell. Da steht er stolz und erhaben in meinem Garten in einer recht unwirtlichen Ecke und wächst und wächst.

Der Beinwell, Jupiter und Saturn zugeordnet, wird vor allem äußerlich bei chronischen Eiterungen, dem so genannten offenen Bein, Gelenkverletzungen (hier auch Schulter-Arm-Syndrom), sowie allen stumpfen Traumata als Auflage eingesetzt. Innerlich bei Blutungen, die nicht aufhören wollen, sozusagen als letzte Instanz, wenn nichts anderes hilft. Er enthält Pyrrolizidinalalkaloide (gftig) und sollte deshalb nicht länger als 6 Wochen eingenommen werden. Deshalb ist die homöopathische Aufbereitung eine gute Alternative bei einer längeren Anwendungszeit. Doch keine Angst, Beinwell wird mittlerweile in der Kräuterküche verwendet. Er hat einen gurkenähnlichen Geschmack und daran sieht man wieder: alles in Maßen und die Mäßigung in Maßen.

 

Brennnessel

Diese dem Mars zugeordnete Pflanze, wird komplett unterschätzt. Dabei ist so vielseitig anwendbar und mit ihren Wirkstoffen schon beinahe dazu bestimmt, fast täglich getrunken zu werden. Antirheumatisch und lustfördernd ist sie ebenfalls eine wunderbare Pflanze im Klimakterium, da sie ganz besonders die Lebensenergie stärkt.

 

Damiana

die die Kräfte des Mondes und dem Jupiter in sich trägt, entspannt und befeuert die Lust, sagt Heide Fischer in ihrem Buch ‚Frauenheilpflanzen’. Und damit ist fast alles gesagt, oder? Und was Damiana für die Frau ist, ist Yohimbe für den Mann. Beide machen den Kopf frei und durchbluten die Beckenorgane. In Amerika, wo sie dann auch herkommt, wird sie oft als Rauschmittel geraucht. Na dann, …..wohl bekomms!

 

Diptam

Der Diptam wird gleich drei Planeten zugeordnet: Sonne, Mond und Jupiter.

Eine der Lieblingspflanzen der Hildegard von Bingen, heute fast in Vergessenheit geraten. Eine wichtige Pflanze bei Endometriose, aber auch zur Regulierung der Energien im kleinen Becken wie bei schmerzhafter Menstruation

 

Engelwurz

Meine Lieblingspflanze! Der Sonne und dem Jupiter zugeordnet, ist sie wahrhaft eine königliche Pflanze. Sie nimmt mit ihrer breiten Dolde die ganze Sonnenenergie auf und leitet sie über ihre hohlen Stängel in ihre kraftvollen Wurzeln. Und so ist sie dann auch stärkend und vitalisierend vor allem für das Herz und das Becken und führt Frauen in ihrer Selbstfindungsphase zu mehr Durchsetzung und der Wahrnehmung ihres Eigensinns: Die Hälfte des Himmels (Mao Zedong) und die Hälfte der Erde, nicht mehr und nicht wenigerJ.

 

Eisenkraut

Du liebes Eisenkraut, klein und zart stehst du da mit deinen lieblich blaulila Blüten. In dir zeigt sich Jupiter, in der Heilkraft der Wurzel der Planet Mars. So wurdest du vor allem von den Römern als heilig verehrt.

Doch hauptsächlich zeigt sich die Venus in dir, woraus sich wohl deine Heilwirkung ergibt: Bis zum 16. Jahrhundert galtest du als Kraut für „Liebesangelegenheiten“.

Heute sind deine Anwendungen vielfältiger geworden. Für uns Frauen bist du unentbehrlich bei PMS Störungen, Menstruationen, die schlecht in Gang kommen, Antistresspflanze, Migräne, Tinnitus und Schwindel. Außerdem stärkst du deine Verehrerinnen, wenn sie den Tod eines geliebten Menschen beklagen, genauso wie nach Misshandlungen. Ja, so bist du und dafür verehre ich dich sehr!

 

Frauenmantel

Dem Mond zugeordnet, war sie die Lieblingspflanze der Alchemisten. Es war der Tautropfen, der sich jeden Morgen auf der Pflanze bildet, den die mittelalterlichen Chemiker Himmelswasser nannten und mit dessen Hilfe sie versuchten, den Stein der Weisen herzustellen.

Heute wird die Pflanze für fast alle Frauenkrankheiten verwendet.

 

Gänsefingerkraut

mit den Signaturen der Venus und des Mondes wird vor allem bei allen Unterleibsschmerzen gebraucht, meist als Tinktur. Durch die enthaltenen Anserine wirkt es krampflösend und blutstillend, entspannend und beruhigend.

 

Hafer

Die Entsäuerungspflanze schlechthin, wenn sie als frische Pflanze (grüner Hafer) lange genug gekocht wird. Ansonsten sehr zu empfehlen bei Schlafstörungen in den Wandlungsjahren vor allem bei allen Arten von Stress, sowohl psychisch als auch physisch, z. B. als Tinktur von CERES. Hafer ist eine Saturn/Merkurpflanze.

 

Herzgespann

Eine Venuspflanze, die in der ersten Zyklushälfte auf das Herz (beruhigend) wirkt. Sie hilft bei Ängsten vor und nach Trennungen, Jobwechsel und Ortsveränderungen. In der 2. Zyklushälfte wird sie im Klimakterium zusammen mit einer tonisierenden Pflanzen eingesetzt, um Blutungen zu stoppen.

 

Himbeerblätter

sind die Boten schlechthin, um Kräuter auf den Uterus wirken zu lassen. Als so eine Botenpflanze unterstehen sie der Venus.

 

Hirtentäschel

Diese unscheinbare, den meisten wohlbekannte Pflanze mit ihren herzförmigen kleinen Früchten kennen viele noch aus ihrer Kindheit, wenn man mit anderen Kindern auf Entdeckungstour am Bahndamm erst einmal zeigte, wie mutig man war und eine Pflanze aß. Oder zumindest einen Teil davon.

Das Hirtentäschel mit seinen Signaturen Mond und Saturn, wirkt gebärmuttertonisierend und blutstillend, genau sowie bei venerischen und Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

 

Holunder

Der Holunder ist eine sehr alte Pflanze. Er wächst gern an alten Häusern (auch an Neuen würde er wachsen, wenn man ihn nur ließe, anstatt eines getrimmten Rasens) und man überlegte sich früher sehr genau, den Hollerbusch zu fällen, da darin die guten Hausgeister wohnten. Dem Mond und Saturn zugeordnet hat der Holunder eine große Vielfalt von Anwendungen. Interessant aber ist an dieser Stelle, dass er eine psychoaktive Pflanze ist, die bei Jähzorn und anderen festgefahrenen Zuständen hilft.

 

Hopfen

Der Hopfen, eine Marspflanze, ist eine Pflanze mit östrogenähnlichen Substanzen.

Ihre Schlaf fördernde Wirkung in Kombination mit den eben erwähnten östrogenähnlichen wirkenden Substanzen, hilft besonders in den Wechseljahren.

Frau sollte nur aufpassen und nicht zu viel davon einzunehmen, da sonst alle Symptome eines Östrogen Überschusses (Brustspannen, verstärkte Blutung) genauso wie Magenbeschwerden auftreten können.

 

Ingwer

Der Ingwer ist eine Pflanze, die nicht bei uns beheimatet ist. Sie wird der Sonne zugeordnet. Ingwer bringt vor allem Wärme in Frauenkörper, durchdringt sie und lindert dadurch Schmerzen, die durch Kälte hervorgerufen werden. Eine unentbehrliche Pflanze in der Phytotherapie!

 

Johanniskraut

Eine Sonne- Neptun Pflanze, die Licht in dunkle Gedanken bringt, die vor allem mit Schlafstörungen und unklar lokalisierbaren Schmerzen einhergehen. Das leuchtend rote Johanniskrautöl ist für die Wundheilung gedacht, fördert die Durchblutung und stillt Schmerzen. Es wirkt ebenfalls stark antiviral (Gürtelrose) und das Kraut kann gut als Osteoporoseprophylaxe eingesetzt werden.

 

Kamille

Diese Venuspflanze hilft bei krampfartigen Beschwerden wie Dysmenorrhoe.

Aber auch bei PMS Beschwerden entfaltet sie ihre Wirkung, weil sie die Leber entgiftet. Wohlbekannt ist ihre beruhigender Effekt bei Schlafstörungen durch Ärger und davon dürften Frauen in ihren Wechseljahren genug haben.

 

Lavendel

Eine warm Pflanze aus dem Süden, mittlerweile genauso im Norden durch Kälte resistenteren Arten heimisch. Sie trägt die Merkursignatur und auch sie ist eine psychoaktive Pflanze, die vor allem bei Wut, Ärger und Reizbarkeit besänftigt.

 

Liebstöckel

ebenfalls eine Sonnenpflanzen, die aber auch die Signaturen der Venus und des Merkur in sich trägt und eine wunderbare Pflanze gerade in der Wandlungsphase ist.

Sie ist ein sehr gutes Bluttonikum, Diuretikum und hilft bei hormonellen Entgleisungen, PMS und Dysmenorrhoe.

 

Löwenzahn

Noch so eine Pflanze, die überall bei uns wachst und nicht beachtet wird. Dabei ist sie wie die Brennnessel eine so vielfältige Pflanze, dass sie fast täglich getrunken werden kann. Sie stärkt das Herz, entgiftet die Leber und reinigt das Blut.

Nach meiner eigenen Erfahrung eine sehr gute Hauptpflanze für eine Schlaf fördernde Teemischung. Löwenzahn ist ganz klar eine Sonnenpflanze, aber auch Jupiter hat seine Handschrift in ihr hinterlassen.

 

Majoran

Man kennt ihn vor allem aus der Küche: den Majoran. Eine beachtenswerte Merkurpflanze nicht nur zum bekömmlichen Kochen. In der Frauenheilkunde wird sie vor allem dazu benutzt, den Uterus bei Dysmenorrhoe zu wärmen, genauso wie bei allen Schmerzen in der Gebärmutter, die vor allem durch Kälte ausgelöst wurden. Majoran hat einen starken Bezug zum Kopf und zeigt deshalb gut Wirkung bei Druckkopfschmerz mit dumpfer Müdigkeit. Sie gehört ebenfalls zu den psychoaktiven Pflanzen, was ihren Einsatz gegen Depressionen, Migräne sowie Endometriose nahe legt.

 

Melisse

eine die Gebärmutter wärmende Pflanze, die vor allem in den alten Kräuterbüchern als Herzpflanze, die Freude und Gelassenheit bringt, beschrieben wird. Vielleicht gilt sie deshalb als Geheimmittel bei Überarbeitung und Stress. Sie ist also wie der Majoran ein psychoaktives Heilkraut. Die Melisse ist eine sehr gute Pflanze gegen Herpes: dazu wird das Blatt zwischen den Fingern ausgedrückt und der Saft auf die betroffene Stelle getupft. Die Melisse ist eine Venuspflanze.

 

Mönchspfeffer

Eine Mondpflanze mit Renaissancecharakter! Sie sollte bei PMS Beschwerden nur dann eingenommen werden, wenn sich deutlich Zeichen einer Östrogendominanz in der 2. Zyklushälfte (Brustspannen, Wassereinlagerungen, Schmierblutungen, Gereiztheit) abzeichnen. Mönchspfeffer soll bei Depressionen im Klimakterium helfen und die Hormone in der Prämenopause regulieren.

 

Mutterkraut,

eine Saturnpflanze, kommt vor allem in der zweiten Zyklushälfte mit einer anderen hormonausgleichende Pflanze, wie dem Mönchspfeffer, in der Zeit der Wechseljahre zum Einsatz. Doch ihre Königsdisziplin ist die Migräne, die gerade in den Wandlungsjahren eine besondere Herausforderung sein kann. Eine Pflanze, die im Mittelmeerraum beheimatet, schnell ihren Einzug in unsere einheimischen Klostergärten fand.

 

Petersilie

Die Wurzel vom Jupiter, die Blätter vom Merkur gekennzeichnet, ist eine wohlbekannte Gewürzpflanze in der einheimischen Küche. Doch vor allem die Wurzel ist ein unbekanntes Mittel, um das Blut bei starken Blutungen wieder anzuregen, sich neu zu bilden. Die Wurzel hat einen pikanten, aromatischen Geschmack und sollte in keiner kräftigenden Suppe fehlen.

 

Ringelblume

Die Ringelblume hat gleich drei Planetensignaturen: Sonne, Mond und Venus.

Sie ist eine alte Wundpflanze und kann in unserer heutigen Phytotherapie bei allen entzündlichen Prozessen der weiblichen Geschlechtsorgane, wie Eierstock- entzündungen, Endometriose, aber auch bei Gebärmutter und Muttermundgeschwulsten eingesetzt werden. Am Besten verwendet frau die ganzen Blütenköpfe äußerlich und das ganze Kraut als Tee.

 

Rosmarin

Der duftende Rosmarin (Sonne-Mars), der in der deutschen Küche leider nur selten verwendet wird, wurde in der Antike Aphrodite, der Göttin der Schönheit und Liebe, geweiht. Der Rosmarin gilt mit seiner stärkende Wirkung als wahrer Jungbrunnen: ein kleiner Tropfen seines Oeles ins Schaumbad, schwups fühlt frau sich wie neugeboren. Er erwärmt als Tee den ganzen Körper, einschließlich der Gebärmutter. Besonders wirkungsvoll ist er bei kalten Händen und Füssen.

 

Rotklee

eine Mars-Merkurspflanze hat mit Isoflavone eine besondere Bedeutung in den Wecheljahren. Mit seiner hormonartigen Wirkung können Hitzewallungen abgemildert und ein Östrogenmangel ausgeglichen werden. Meist wird Rotklee als Fertigpräparat verabreicht, als Tee werden die Blätter verwendet.

 

Salbei

eine bekannte Jupiter-Merkurpflanze vor allem in der italienischen Küche. Bei uns eher als Tee vor allem bei Halsschmerzen verabreicht, hilft er eben besonders in den Wechseljahren, um die Hitzewallungen abzumildern. Man mische dazu Salbei-, Melisse- und Eisenkrauttinktur zu gleichen Teilen und nehme 3mal täglich 10 bis 30 Tropfen.

 

Schafgarbe

ist eine wunderbare Heilpflanze, um Menstrutionsblutungen zu stoppen (gern mit Hirtentäschel) oder diese zumindest in eine gemäßigtere Blutung über zu führen.

Doch was noch viel wichtiger ist, dass auch die Schafgarbe eine psychoaktive Pflanze ist. Gerade in der Zeit der Wechseljahre, wenn frau nicht mehr weiß, was sie will, weil Träume, Wünsche und Vorstellungen sich überlagern, dann kann diese Pflanze helfen, klarer zu sehen und nötige Entscheidungen zu treffen. Sie hilft auch bei Launenhaftigkeit, schärft die Wahrnehmung, hilft bei Migräne durch Wetterwechsel und bei Kopfschmerzen, die im Zusammenhang mit der Menstruation stehen. Sie ist eine Mond-Venuspflanze.

 

Traubensilberkerze

Sie ist die vierte Pflanze im Bunde, die in den Wechseljahren ausgleichend auf das sich verändernden Gleichgewicht der Hormone wirkt. Sie enthält das Isoflavon Formononetin, welches das Östrogen binden kann (aber kein Östrogenersatz darstellt!). Sie hilft bei PMS (zusammen mit Mönchspfeffer), Hitzewallungen, nächtlichem Schwitzen, bei vielen entzündlichen Prozessen im Vagianalbereich und Endometriose. Eine vielseitige Mondpflanze, die bei den nordamerikanischen Indianern, da kommt sie her, auch Frauenwurzel genannt wird.

 

Weißdorn

Der Weißdorn ist eine Venuspflanze und wirkt ebenfalls psychoaktiv. Und von Pflanzen, die die Frauen psychisch begleiten, kann frau in schwierigen Zeiten nicht genug haben, oder? Zunächst stärkt Weißdorn das Herz, damit frau in dieser aufregenden Zeit wieder ruhiger schlafen kann. Aber sie ist auch gut bei nervöser Migräne, hilft bei Unruhe, Reizbarkeit und emotionaler Unausgeglichenheit.

 

Wolfstrapp

Eine Mondpflanze und ebenfalls psychoaktiv! Sie reguliert den Uterus, wenn die Blutung nicht kommen will oder diese zu oft kommt. Sie hilft wie die meisten psychoaktiven Pflanzen bei Nervosität, Tinnitus, innerer Unruhe. Sie hilft mit Salbei bei Nachtschweiß (vielleicht noch Walnussblätter dazu geben) und PMS, vor allem, wenn frau weinerlich oder aggressiv in den Tagen vor den Tagen ist. Sie kann bei einer Hyperthyreose eingesetzt werden, um die Schilddrüse wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Yamswurzel

Die Yamswurzel möchte ich an dieser Stelle zur Vollständigkeit nennen. Sie ist in unseren Breitengraden recht unbekannt und ihre Indikation beruht vor allem auf dem zusammengetragenen Wissen von Heide Fischer aus ihrem Buch Frauenheilpflanzen, Nymphenburger Verlag, Seite __237__ff.. Yamswurzel kommt zum Einsatz bei Frauen, die einen Progesteronmangel aufweisen bzw. eine Östrogendominanz. Beschwerden sind: PMS, Eierstockzysten oder Zysten in der Brust, die mit klaren! Flüssigkeiten gefüllt sind. Auch Myome, die in einer Zeit wachsen, da das Östrogen überwiegt, könnten sich eventuell mit Yamswurzel verkleinern. Frau kann Yamswurzel als Tinktur oder in pulverisierter Form als Kapsel zu sich nehmen. Bei Zysten könnte auf Gel oder Creme zurückgegriffen werden.

Ach so, essen könnte man sie auch, Wirkung dann allerdings wahrscheinlich viel geringerJ!

 

Zimt

Last but not least, eine Sonnenpflanze, die Letzte der psychoaktiven Pflanzen in unserer Wechseljahr- Wandlungsjahrheilkunde. Zimt wirkt antiseptisch und schmerzstillend, erwärmt die Gebärmutter und die ganze weibliche Peripherie. Sie hilft gegen Depressionen und Lebensunlust, in dem sie durch ihre hitzigen Eigenschaften den stotternden Motor fehlenden Lebenswärme wieder anwirft.

 

Es gibt natürlich noch eine Menge mehr Pflanzen, aber mit diesen Genannten dürften die heißen und die kalten, die schwitzenden und die traurigen Frauen ganz gut ihre körperlichen, (vielleicht auch ihren seelischen?) Probleme, lösen. Die nachfolgenden Mischungen sind aufeinander abgestimmt. Trotzdem kann man die eine oder andere Pflanze austauschen, sie muss nur mit den Anderen zusammen passen. Es könnten auch komplett neue Mischungen zu den jeweiligen Problemen erstellt werden.

Bei allen Mischungen lehne ich mich in dem Aufbau der Rezeptur an die Traditionelle Chinesische Medizin an. Die besagt, dass eine Kräuterrezeptur aus einem Kaiserinnenkraut (Hauptkraut), ein bis zwei Ministerinnenpflanzen zur Unterstützung des Kaiserin (wie im wirklichen Leben), ein bis zwei Assistentinnen für notwendige Extras und last but not least, dem Botinnenkraut, um eine Pflanzenwirkung an einen bestimmten Ort zu bringen, besteht.

 

Endometriosemischung

30g Löwenzahnwurzel

20g Frauenmantel

10g Ackerschachtelhalm

10g Himbeerblätter

10g Zimt

15g Fenchel

10g Süßholz

Dreimal täglich zwei gehäuften Teelöffel mit kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 10 Minuten stehen lassen und etwa 1-2 Stunden vor einer Mahlzeit trinken.

Zusätzlich:

Gänsefingerkraut als Tinktur bei Schmerzen

 

Osteoporosetee

30g Ackerschachtelhalm

20g Brennnessel

10g Johanniskraut

10g Beinwell

10g Süßholz

 

’The sexiest tea alive’- Sextee

30g Damiana

20g Basilikum

10g Himbeerblätter

20g Frauenmantel

10g Süßholz

 

Für strahlende Frauen ab 45

30g Löwenzahnwurzel

20g Eisenkraut

15g Rotklee

10g Salbei

10g Holunderblüten

5g Süßholz

 

Zu starke Mens (Hypermenorrhoe)

Hier sollte jede Frau ausprobieren, wie sie den Tee trinkt, also ob sie schon etwas 3-5 Tage vorher damit anfängt oder ab dem ersten Tag ihrer Blutung. Das hängt davon ab, wie stark die Blutung ist. Oft sind verstärkte Blutungen einen Zeichen dafür, dass frau sich in der Vorphase (Prämenopause) der Wechseljahre befindet.

30g Schafgarbe

20g Hirtentäschel

10g Himbeerblätter

15g Frauenmantel

10g Brennnessel

10g Süßholz

Sollte die Blutung trotzdem keine bemerkenswerte Besserung bringen, dann sollte die Schafgarbe durch Herzgespann ausgetauscht werden.

30g Herzgespann

20g Petersilienwurzel

10g Himbeerblätter

15g Frauenmantel

10g Süßholz

 

Herztee (bei häufigen Herzklopfen- Palpitationen) für die Wechselzeit

30g Herzgespann

25g Weissdorn

15g Baldrian

20g Melisse

10g Süßholz

 

Myome mit hoher Blutungsneigung

40g Mönchspfeffer

30g Hirtentäschel

20g Schafgarbe

20g Frauenmantel

10g Himbeerblätter

10g Süßholz

 

Nachdem die Blutung aufgehört hat::

30g Engelwurz

20g Liebstöckel

20g Petersilie

20g Eisenkraut

10g Süßholz

 

Schlaftee für die Wechseljahre

35g Löwenzahnwurzel

20g Melisse

15g Baldrian

15g Hopfen

15g Lavendel

10g Süßholz

 

Übrigens, nach meinen Erfahrungen mit Schlafstörungen (Aufwachen gegen 2 Uhr nachts ohne weiter schlafen zu können), habe ich heraus gefunden, dass man auf Alkohol verzichten sollte. Zumindest sollte das letzte Glas Wein oder Bier weit vor 19 Uhr getrunken werden, egal, wann man schlafen geht. Es bewirkt Wunder und hat meiner Meinung nach etwas mit der verlangsamten Entgiftungsfunktion der Leber zu tun.

 

Migräneprophelaxe

Mutterkraut steht in Verdacht, Migräneanfälle zu vermindern, sie sogar ganz zu verhindern. Der Hauptinhaltsstoff ist Parthenolid und der ist es auch, der die Ausschüttung von Serotonin hemmt. Serotonin ist ein Hormon, der im zentralen Nervensystem, im Verdauungstrakt und in der Lunge gebildet wird. Es überwindet im ZNS die Bluthirnschranke und wirkt dann direkt auf unsere Nerven. Wird es nicht gebildet, dann werden wir müde, depressiv, antriebslos und haben Hunger. Es wirkt auf die Durchblutung der Gefäße, indem es die Gefäße der Nieren und Lunge verengt, die aber die Gefäße der Skelettmuskelatur erweitert, indem es an den verschiedenen Rezeptoren im Körper andockt. Eben diese Rezeptoren können sowohl Glücksgefühle auslösen, lassen aber auch den Schmerz entstehen. Im gesunden Körper besteht ein Gleichgewicht zwischen den Rezeptoren und dem gebildeten Serotonin. Bei der Migräne ist es gestört: es kommt zu einer Erweiterung und Entzündung der Blutgefässe im ZNS. Dadurch werden die Nerven gereizt, Neurotransmitter auszuschütten, die als Folge einen Schmerzreiz auslösen. In Deutschland sind mittlerweile Kapseln und Tabletten auf den Markt erhältlich, aber auch Tropfen und Tabletten in homöopathische Aufbereitung. Leider muss frau bei der Einnahmemenge ein wenig experimentieren, da es hier keine Empfehlung gibt, denn bei jeder Frau ist die Migräne unterschiedlich stark. Fakt bleibt, dass das Mutterkraut vorbeugend genommen werden soll.

Natürlich kann Mutterkraut auch als Tee eingenommen werden. Entweder baut man die Pflanze, die Tanacetum parthenium (aufpassen, es gibt mehrere Sorten!) selber an oder man lässt sich das getrocknete Kraut zuschicken. Mutterkraut ist eine gewöhnliche mehrjährige Gartenpflanze mit hellgrünen, zarten Blätter und gelben Blüten mit weißen Blütenblättern, die manchen eine oder andere an das Gänseblümchen erinnern. Es riecht angenehm würzig, doch die Blätter sind bitter. Es kostet dann schon Überwindung, den Tee zu trinken, der aber mit ein wenig Honig gesüßt werden kann.

Auch in Salate oder das frische Blatt (2-3) aufs Butterbrot sind Möglichkeiten, wie das Mutterkraut verabreicht werden kann. Dann aber wird es wieder bitter und entsprechend gewöhnungsbedürftig!

Mutterkraut sollte als Vorbeugung 3 Monate eingenommen werden, damit sich ein Wirkstoffspiegel im Blut aufbauen kann.

Anders sieht es aus, sollte es sich bei den Anfällen um hormonell bedingte Migräne handeln, dann sollte Mutterkraut wie folgt eingenommen werden:

1 Teelöffel frisches oder getrocknetes Kraut mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen

3 Tassen täglich über mehrer Wochen zur Vorbeugung, im Akutfall bei den ersten Anzeichen oder bevor gewöhnlich ein Anfall folgt (Wetterwechsel)

Außerdem habe ich folgendes Rezept gefunden: 3 mittelgroße Birnen, 5 Eßl. flüssiger Honig, 5 Teel. Bärwurzgewürz (nur das Originalgewürz nach Hildegard von Bingen 100 g kosten ca. 21.-Euro). Birnen kochen und das Wasser weg gießen, anschl. pürieren. Mit dem Honig und dem Pulver vermischen. In ein Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Das Rezept reicht für 8 Tage. Morgens 1 Teel. - mittags 2 Teel. - abends 3 Teel. vor dem Schlafen gehen. Falls die Migräne nochmals auftreten sollte, kannst das Rezept nochmals wiederholt werden. Bei Dysmenorrhoe gilt dasselbe wie bei Migräne, frau sollte ein paar Tage vor den Tagen mit der Einnahme von Mutterkraut (oder dem Rezept von Hildegard von Bingen) anfangen.

 

Vorsicht in der Schwangerschaft, da Mutterkraut wehentreibend wirken kann!

 

Dysmenorrhoe (schmerzhafte Menstruation)

30g Weidenrinde

20g Schafgarbe

20g Beifuss

20g Frauenmantel

10g Himbeerblätter

Mit Honig gesüßt trinken, da er durch die Weidenrinde durchaus bitter schmecken kann!

 

Antidepressionstee (für leichte Depressionen)

10g Rosmarin

20g Engelwurz

20g Melisse

30g Löwenzahnwurzel

10g Süßholz

 

Johanniskraut von Ceres als Tropfen (5-10 Tropfen) zusätzlich in den Tee geben.

Bei schweren Depressionen sollte zunächst abgeklärt werden, ob diese genetisch bedingt sind. Nimmt man schon Antidepressionsmittel, dann kann es sein, dass der Körper schon zu viele Andockstationen (Rezeptoren) gebildet hat und der Körper nicht mehr in der Lage sein wird, diese mit körpereigenen Seratonin zu besetzen. Leider beißt sich in diesem Fall die Katze in den Schwanz, denn je mehr Medikamente, desto mehr Rezeptoren und die Seratoninbildung hängt immer hinterher. Dann bleibt nur noch der Kaltentzug in einer Klinik mit alternativen Therapien.

 

Erschöpfung und niedriger Blutdruck

20g Rosmarin

10g Arnikablüten

30g Weißdorn

20g Mistel

10g Süßholz

 

Wechseljahrstee (bei beginndem nachweislichem Östrogenverlust)

10g Rotkleeblüten

10g Hopfen

20g Salbei

30g Eisenkraut

20g Mönchspfeffer

10g Süßholz

 

Mönchspfeffer kann von Fall zu Fall nicht vertragen werden (Hautjucken, Hautausschlag). Dann bitte weglassen und den Anteil Rotklee und Hopfen erhöhen.

Außerdem sind PhytoÖstrogene in Linsen, Erbsen, Bohnen und Leinsamen reichlich vorhanden und in Salbeibutter geschwenkte Pasta ist einfach und köstlich.

 

Wiederkehrende Vaginalinfektion

20g Taubnessel

20g Brennnessel

30g Löwenzahn

10g Berberitzenrinde

20g Schafgarbe

 

als Sitzbad: Mischung aus gleichen Teilen Ringelblume, Labkraut und Taubnessel

Außerdem: Joghurt Tampons oder Vorlagen und früh kalt die Scheide abduschen, Bakterien mögen das überhaupt nicht!

 

Dysplasie: Veränderungen am Gebärmutterhals

1. Maßnahme: Entfernung der Spirale

Die Spirale ist zwar nicht alleine für einen schlechten Befund verantwortlich, aber die Reizung des Fadens kann das Risiko stark erhöhen.

 

2. Maßnahme: Ernährungsumstellung

Tierische Eiweiße wirken sich negativ auf die Zellveränderung aus, also Fleisch, Eier und Milchprodukte reduzieren, dafür mehr Hülsenfrüchte. Auf industriell hergestellte Nahrungmittel sollte frau ganz verzichten.

 

3. Maßnahme: Teekur

3x täglich eine Tasse Dysplasie-Tee, 5min ziehen lassen. Der Tee hat eine blutstillende Wirkung, so dass er 2 Tage vor der Menstruation abgesetzt werden sollte und erst danach wieder begonnen werden sollte.

Rezept:

10g Taubnessel

30g Ackerschachtelhalm

25g Frauenmantel

20g Schafgarbe

15g Himbeerblätter

 

4. Maßnahme: Scheidenspülung

Die Spülung zubereiten (2-3x pro Woche, 20min ziehen lassen) und es sich dann im Zimmer bequem machen. Am besten geht es, wenn frau einen Stuhl vors Bett stellt, sich selbst aufs Bett und die Unterschenkel auf den Stuhl legt. Die Spülung auf Körpertemperatur abkühlen lassen und mit einer Spritze in kleinen Portionen einführen, 15min einwirken lassen, dann schnell auf die Toilette rennen oder ein Becken bereithalten. Man kann die Spülung auch als Badezusatz (vorher einen starken Tee kochen und dem Badewasser zufügen) nutzen, was höchstwahrscheinlich am Bequemsten ist.

Rezept:

15g Ringelblumenblüten

20g Taubnessel

25g Echtes Labkraut

 

5. Maßnahme: Reibesitzbad

Frau setzt sich auf den Rand der Badewanne und duscht sich die Oberschenkel und die Scheide kalt ab. Die kalte Dusche fördert die Durchblutung und macht das Klima für Bakterien und Viren unattraktiv.

 

6. Maßnahme: Vaginalzäpfchen

Während drei Monaten zunächst an den ersten 10 Tagen des Monats Vaginalzäpfchen auf natürlicher Basis benutzen. Zuerst alle Thymian-, dann die Quercusche (Deutsche Eiche)- und zuletzt die Melaleuca (Teebaumoel)-Zäpfchen. Die Zäpfchen bekommt frau mit und ohne Rezept in der Apotheke.

Meiner Meinung nach würde auch eine Misteltherapie anschlagen, die subkutan in bestimmte Akupunkturpunkte im unteren Bauchbereich zum Beispiel, gespritzt wird. Dazu sollte frau sich eine Therapeutin suchen, die das Mittel spritzt und sich mit Akupunktur auskennt. Oder alternativ kann sich frau auch in eine homöopathische Behandlung begeben. Bitte beachtet, dass viel nicht viel hilft und frau sich zwischen Homöopathie und Misteltherapie entscheiden sollte.

 

 

Bei Schlafstörungen durch Hitzewallungen

Zum einem, wie schon erwähnt, kein Alkohol, zum anderen folgendes Rezept:

3 Esslöffel Weizen im Mörser kurz bearbeiten (anstoßen) und dann in 300 ml Wasser 20 Minuten lang köcheln. Etwa 2 Stunden vor dem Zubettgehen so heiß wie möglich trinken mindestens eine Woche lang.